Hamburg, den 18. Juni 2018: Das Flücht­lings­camp Mam Rashan liegt 75 Kilo­me­ter entfernt von der Stadt Mossul im Norden Iraks. Rund 8.500 Menschen haben auf der Flucht vor den Unruhen, die in der Region immer wieder auf­flam­men, in Mam Rashan Zuflucht gefunden. Durch Spenden konnte das Camp bisher mit wich­ti­gen Grund­struk­tu­ren wie Wohn­con­tai­nern, zwei Schulen, einem Kran­ken­haus, einem Fuß­ball­platz sowie einem Trauma-Zentrum aus­ge­stat­tet werden. Da das Camp aller­dings ledig­lich nachts mit Strom versorgt werden kann, fehlt während der Tages­zeit die Ener­gie­ver­sor­gung für Kühl­sys­te­me, Kochen und elek­tro­ni­sche Geräte.

Instal­la­ti­ons­ar­bei­ten der PV-Anlage in Mam Rashan, Nordirak (Copy­right atmos­fair gGmbH)

Durch die Initia­ti­ve der gemein­nüt­zi­gen atmos­fair gGmbH soll Mam Rashan nun eine 300 kWp Pho­to­vol­ta­ika­nalage mit einer Batteriespeicher-Lösung erhalten. Hier­durch soll auch tagsüber eine stabile Ener­gie­ver­sor­gung gewähr­leis­tet werden. Die Haupt­fi­nan­zie­rung der Anlage wird über die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) durch das Land Baden-Württemberg getragen. Darüber hinaus unter­stüt­ze eine Vielzahl von Fach­fir­men aus der PV-Branche mit Sach­leis­tun­gen und Know-how auf Spen­den­ba­sis. Die Fer­tig­stel­lung der PV-Speicher-Anlage ist für Ende Juni 2018 geplant.

green­tech trägt zu diesem Projekt als erfah­re­ner Spe­zia­list in der Betriebs­füh­rung von PV-Anlagen bei. Dabei bereitet green­tech die ört­li­chen Fach­kräf­te durch geziel­tes Training in den Berei­chen Moni­to­ring & Wartung auf ihre Tätig­kei­ten vor. Die Schu­lun­gen werden folgende Bau­stei­ne ent­hal­ten:

  • All­ge­mei­ne Ein­füh­rung in PV-Systeme
  • Sicher­heit und Arbeits­schutz
  • Moni­to­ring und Daten­ana­ly­se
  • Prä­ven­ti­ve Instand­hal­tung
  • Reaktive und kor­rek­ti­ve Instand­set­zung

Darüber hinaus wird green­tech für einen längeren Zeitraum das Moni­to­ring beglei­ten sowie für Beratung im Falle tech­ni­scher Probleme zur Ver­fü­gung stehen. Dies umfasst die Ein­bin­dung der PV-Anlage in das Monitoring-Portal sowie täg­li­ches aktives Moni­to­ring, die Durch­füh­rung von Inspek­ti­on und War­tun­gen, Feh­ler­ana­ly­se, und Instand­set­zun­gen.

Wir sind stolz darauf, dieses tolle Projekt mit unserem Know-how zu unter­stüt­zen“, sagt Jörn Cars­ten­sen, Managing Partner bei green­tech. „Ins­be­son­de­re in der Anfangs­pha­se von Pro­jek­ten gibt es häufig Her­aus­for­de­run­gen bei der Anbin­dung und einem stabilen Betrieb. Hier werden wir mit Rat und Tat den aus­füh­ren­den Personen vor Ort zur Seite stehen.“

Die Unter­stüt­zung aus der PV-Branche für dieses ambi­tio­nier­te Projekt ist bemer­kens­wert. Wir freuen uns, dass green­tech uns für den erfolg­rei­chen Betrieb der Anlage unter­stützt. So können wir die Menschen in Mam Rashan mit einer stabilen und sauberen Ener­gie­ver­sor­gung unter­stüt­zen und zeit­gleich wich­ti­ges tech­ni­sches Wissen vor Ort aufbauen. (Nele Erdmann, Mana­ge­rin Kli­ma­schutz­pro­jek­te, atmos­fair gGmbH)

Über atmos­fair
atmos­fair ist eine gemein­nüt­zi­ge GmbH mit Sitz in Bonn, gegrün­det im Mai 2005. Die Orga­ni­sa­ti­on entstand 2003 als Gemein­schafts­in­itia­ti­ve des Rei­se­ver­an­stal­ter­ver­ban­des forum anders reisen und der Umwelt- und Ent­wick­lungs­or­ga­ni­sa­ti­on Ger­man­watch. Die Moti­va­ti­on war klar: Die zuneh­men­de Belas­tung des Welt­kli­mas durch den rasch wach­sen­den Flug­ver­kehr stellt die Gesell­schaft vor erheb­li­che Her­aus­for­de­run­gen. Neben den Flug­ge­sell­schaf­ten und den Rei­se­ver­an­stal­tern stehen auch die ein­zel­nen Flug­pas­sa­gie­re und Unter­neh­men in der Ver­ant­wor­tung. Diese zu infor­mie­ren und ihnen eine positiv besetzte Hand­lungs­mög­lich­keit zu bieten, ist die Idee von atmos­fair.

Weitere Infor­ma­tio­nen zum PV-Projekt in Mam Rashan finden Sie auf der atmos­fair Website.

 

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